1/4 Gulden

Der 1/4 Gulden (Viertelgulden) ist eine Silbermünze der österreichischen Währung im Wert eines Viertelguldens, also 25 Kreuzer. Er wurde unter Franz Joseph I. von 1857 bis 1872 geprägt und zählt zu den häufigsten kleinen Silbermünzen der Habsburgermonarchie in der zweiten Hälfte des 19.

Geschichte

Mit dem Wiener Münzvertrag von 1857 ging die Monarchie von der Konventionswährung zur österreichischen Währung über, in der der Gulden in 100 statt bisher 60 Kreuzer geteilt wurde. Das neue System brauchte praktische Teilstücke, und so entstand neben Gulden, Doppelgulden und den kleinen Kreuzermünzen der Viertelgulden. Die Prägung begann 1857 und endete 1872; danach ersetzten 10- und 20-Kreuzer-Stücke geringeren Feingehalts das Kleinsilber und ab 1892 die Kronenwährung.

Technische Daten und Typen

Der Viertelgulden wiegt 5,345 g bei einem Feingehalt von 520/1000 (2,78 g Feinsilber) und misst 23 mm. Es gibt zwei Haupttypen: den österreichischen mit dem Kaiserporträt auf der Vorderseite und dem Doppeladler auf der Rückseite sowie den ungarischen mit dem ungarischen Wappen, geprägt für die Länder der Stephanskrone. Die Münzen entstanden in Wien (A), Kremnitz (B), Karlsburg (E), Mailand (M) und Venedig (V); die italienischen Münzstätten arbeiteten nur bis zum Verlust der Lombardei und Venetiens. Sammler unterscheiden nach Jahrgang und Münzzeichen, beim ungarischen Typ auch nach der Umschriftvariante.

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