Anton Hám
Anton Hám (1899–1965) war ein slowakischer Medailleur und Graveur, der sein ganzes Berufsleben mit der Münze in Kremnica verbunden war. Als Leiter ihrer Gravierwerkstatt arbeitete er an Münzen und Medaillen und zählt zu den Gründergestalten der modernen slowakischen Medaillenkunst.
Leben und Werk
Er wurde am 20. April 1899 in Kremnica in der Familie eines Münzangestellten geboren. Als ältestes von vielen Geschwistern musste er die Kremnitzer Realschule verlassen und trat am 1. Juli 1914 in die Gravierabteilung der Münze ein. Von 1916 bis 1919 studierte er an der Kunstgewerbeschule in Budapest und von 1922 bis 1925 an der Akademie der bildenden Künste in Prag in der Spezialschule von Otakar Španiel. Ab 1925 leitete er die Gravierwerkstatt der Münze Kremnica; zum Zeitpunkt seines Ausscheidens weichen die Quellen voneinander ab (genannt werden 1955 und 1959). Neben der künstlerischen Arbeit begutachtete er Münzfälschungen und befasste sich mit der Entwicklung der Prägetechnik. Er starb am 23. November 1965 in Kremnica.
Münzen und Medaillen
Hám war Mitgestalter von Umlauf- und Gedenkmünzen der Slowakischen Republik der Jahre 1939–1944, darunter das silberne 20-Kronen-Stück von 1939, und wirkte 1949 an polnischen Münzen zu 20 und 50 Groszy sowie 1 Złoty mit. Belegt sind Medaillen auf die Münze Kremnica (1925), das Untere Tor in Kremnica (1930) sowie die Medaille auf die Wiederbelebung des Kremnitzer Bergbaus von 1934, die die Münze 2016 in Silber nachprägte.
Aus dem Werk im Angebot von AUREA
Das Angebot von AUREA umfasst eine Nachprägung der Dukatenmedaille auf die Wiederbelebung des Kremnitzer Bergbaus (1934) in vergoldetem unedlem Metall, 25 mm. Zudem wird ihm eine Plakette von 1908 zur Jubiläumsausstellung des Bezirks der Prager Handels- und Gewerbekammer zugeschrieben; angesichts von Háms Geburtsjahr ist diese Zuschreibung chronologisch unmöglich, die Urheberschaft der Plakette bleibt ungeklärt.
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