Jiří Harcuba
Jiří Harcuba (1928–2013) war ein tschechischer Glaskünstler, Glyptiker, Medailleur und Pädagoge. International ist er vor allem für in Glas geschnittene Porträts bekannt; numismatisch schuf er zwei Generationen der Fünf-Kronen-Münze – die tschechoslowakische von 1966 und die seit 1993 umlaufende tschechische.
Leben und Werk
Er wurde am 6. Dezember 1928 in Harrachov geboren. Von 1942 bis 1945 erlernte er in der Firma von Rudolf Endler in Harrachov den Beruf des Glasgraveurs und schloss 1954 die Hochschule für Kunstgewerbe in Prag im Atelier von Professor Karel Štipl ab. Von 1961 bis 1971 lehrte er dort; in der Zeit der Normalisierung war er politischer Häftling, nach 1982 unterrichtete er an mehreren amerikanischen Universitäten. 1990 wurde er rehabilitiert, zum Professor ernannt und war von 1991 bis 1994 Rektor der Hochschule. 1997 begründete er das Programm für geschnittenes Glas im Studio des Corning Museum of Glass, wo er bis 2012 lehrte. Er starb am 26. Juli 2013 in Prag; seit 2014 wird seine Graveurschule als The School of Jiří Harcuba fortgeführt.
Münzen und Medaillen
1966 gewann er den Wettbewerb für die von 1966 bis 1992 ausgegebene Fünf-Kronen-Münze. Von ihm stammt auch die tschechische Fünf-Kronen-Münze mit großer Ziffer 5 und Karlsbrücke auf der Rückseite und dem gekrönten böhmischen Löwen auf der Vorderseite. Anders als die übrigen Wettbewerber modellierte er seine Entwürfe nicht, sondern schnitt sie wie Glas direkt in eine Scheibe aus gehärtetem Gips. Er signierte mit HARCUBA oder dem Initial H. Belegt sind unter anderem die Silbermünze zum 125. Jubiläum der Pferdebahn in Brünn (1994), die Goldmünze zu 10 000 Kronen Böhmische Krone (1995) und die Goldmünze zu 5 000 Kronen Kutná Hora – Münzstadt (1996).
Aus dem Werk im Angebot von AUREA
Im Angebot von AUREA befinden sich Bronzeabschläge seiner Entwürfe für Dukat, Doppeldukat und Fünffachdukat zum 600. Todestag Kaiser Karls IV. von 1978, jeweils 38 mm; für den Abschlag des einfachen Dukaten nennt der Katalog eine Auflage von 210 Stück.
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