Valentinian II.

Valentinian II. (371–392) war römischer Kaiser des Westens von 375 bis 392, der jüngere Sohn Valentinians I. Er wurde nach dem Tod des Vaters als Vierjähriger zum Augustus ausgerufen; die eigentliche Macht lag bei seinem Bruder Gratian, seiner Mutter Justina und später beim fränkischen Heermeister Arbogast.

Geschichte und Regierung

Nach Gratians Tod (383) residierte er in Mailand, wo er mit Bischof Ambrosius im Streit um den Arianismus zusammenstieß. 387 vertrieb ihn der Usurpator Magnus Maximus; Theodosius I. setzte ihn wieder ein. 392 wurde er in Vienne in Gallien erhängt aufgefunden, wohl auf Arbogasts Befehl ermordet.

Münzwesen unter Valentinian II.

Er prägte Goldsolidi (4,5 g) mit VICTORIA AVGG, Silbersiliquen VIRTVS ROMANORVM und bronzene Nummi AE2–AE4 mit den Legenden REPARATIO REIPVB (Kaiser richtet eine kniende Frau auf), GLORIA ROMANORVM, VICTORIA AVGGG und SALVS REIPVBLICAE. Münzstätten Trier, Lugdunum, Arelate, Aquileia, Rom, Siscia, Thessalonica und andere; die kleinen Bronzen zählen zu den billigsten antiken Münzen.

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