Michal Vitanovský
Michal Vitanovský (geb. 1946) ist ein tschechischer akademischer Bildhauer, Medailleur und Autor von Veröffentlichungen über Numismatik und Ofenkacheln. Er schuf über 800 Medaillen, eine staatliche Auszeichnung und Gedenkmünzen; sein Werk schöpft vor allem aus der Geschichte, die neben der Heraldik sein lebenslanges Interesse ist.
Leben und Werk
Er wurde am 3. Mai 1946 in Klatovy geboren. Von 1961 bis 1965 besuchte er die Kunstmittelschule in Prag und von 1965 bis 1971 die Hochschule für Kunstgewerbe im Atelier für angewandte Plastik von Jan Kavan. Seit 1990 ist er Mitglied der Vereinigung der Medaillenkünstler, seit 1992 der Umělecká beseda; mit Milada Othová und Jiří Vlach bildet er die Künstlergruppe Trojkolka. In den 1980er-Jahren begann er neben gegossenen auch geprägte Medaillen zu schaffen. Er entwarf den Orden des Weißen Löwen der Tschechischen Republik (1994); nach der tschechischen Wikipedia auch den Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden (1990), den andere Quellen jedoch Vladimír Oppl zuschreiben.
Münzen und Medaillen
Die Akademie der Wissenschaften nennt unter seinen Münzentwürfen Gedenkmünzen mit der heiligen Agnes von Böhmen, mit Johann Amos Comenius und zum Jubiläum der Karls-Universität. Er nahm an der Veranstaltung der Tschechischen Nationalbank Hommage an tschechische Medailleure teil. Für die Česká mincovna entwarf er unter anderem die Platinmedaille zu 650 Jahren seit der Grundsteinlegung der Karlsbrücke (2007, Graveur Lubomír Lietava) und die Silbermedaille zum 100. Jubiläum des Ordens des Weißen Löwen (Graveur Petr Kazda). Für die Akademie der Wissenschaften schuf er die Ehrenmedaille Für Verdienste um die Akademie der Wissenschaften.
Aus dem Werk im Angebot von AUREA
Im Angebot von AUREA befinden sich seine versilberte Bronzemedaille zum 100. Jahrestag der Wiedereröffnung des Nationaltheaters (1983, 40 mm) und die Silbermedaille Dobrawa aus dem Geschlecht der Přemysliden aus der Edition Berühmte Bräute (2021, Ag 999, 50 mm).
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