Deutsch-Ostafrika
Deutsch-Ostafrika war 1885–1918 deutsche Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Tansania, Ruanda und Burundi, verwaltet von Daressalam aus. Sie war die größte und wirtschaftlich bedeutendste deutsche Kolonie.
Geschichte
Gegründet von Carl Peters' Deutsch-Ostafrikanischer Gesellschaft, ab 1891 vom Reich verwaltet. Im Ersten Weltkrieg verteidigte sie General Lettow-Vorbeck bis November 1918; danach fiel Tanganjika als Mandat an Großbritannien, Ruanda-Urundi an Belgien.
Währung und Münzen
Währung war die Rupie (1 Rupie = 64 Pesa bis 1904, danach = 100 Heller), an die indische Rupie gebunden. Silber 1 Rupie (11,66 g, 917/1000), ½ und ¼ Rupie sowie 2 Rupien (nur 1893–1894) tragen das Porträt Wilhelms II. und wurden in Berlin (A), Hamburg (J) und München (D) geprägt; Bronze- und Kupfernickel-Heller 1904–1916. Am berühmtesten sind die Notprägungen von Tabora 1916: die goldenen 15 Rupien (7,17 g, 750/1000 aus lokalem Gold) und die Kupfer-5- und -20-Heller aus Patronenmetall.
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